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Muss ein Provider bestimmte Angebote sperren?

Nachdem die Kirchberg Logistik GmbH den Internetanbieter Arcor verpflichtet hat, das Pornoportal YouPorn zu sperren, entschied das Kieler Landgericht für den Provider Kielnet und gegen eine solche Sperre (AZ.: 14 O 125/07). Da der Anbieter weder “Täter noch Teilnehmer” sei, gebe es keinen ausreichenden Grund, das “beliebte” Angebot zu sperren.

Wie kann es in einem solch heiklen Thema zu zwei so verschiedenen Urteilen kommen? Liegt es an mangelndem Wissen der Frankfurter Richter, die für die Sperrung durch Arcor sorgten? Was in jedem Fall notwendig ist, ist eine klare rechtliche Grundlage. YiGG it! - Bewerte diesen Artikel bei der Social News Plattform YiGG. Vielen Dank!

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Arcor: Ist YouPorn-Sperre Zensur?

YouPorn LogoHier teilen sich die Meinungen. Der Großteil der Internetgemeinschaft bejaht nach meinem Eindruck dies. Anders so Heinrich, der auf seinem Blog “DimidoBlog” das Thema genauer unter die Lupe genommen hat.

“[…] Das ist genau der Knackpunkt und ihr muss der Jugendschutz greifen. Wenn die Betreiber eines internationalen Sex-Portals, denn nichts anderes ist YouPorn, den Jugendschutz nicht realisiert, muss es national geregelt werden und eine allgemeine Sperrung möglich sein. Dies ist keine Zensur oder ähnliches. Zensur betrifft die freie Meinungsäußerung und hat YouPorn was mit freier Meinung zu tuhen? Vielleicht was von freie Liebe? Wobei ich darunter was anderes verstehe. Beides also Nein. […]”

Aber auch dem Kommentators Rais kann ich nur beipflichten, auch für mich erweckt das ganze den Eindruck wirtschaftlicher Interessen - die Bekanntheit des Dienstes des Klägers dürfte durch das Urteil auch gestiegen sein. Jugendschutz im Internet ist eine schwierige Sache, da hier verschiedene internationale Gesetzt greifen, die sich deutlich unterscheiden. Übrigens, gerade habe ich bei Spiegel Online gelesen, dass auch 19 weitere Internetprovider (u.A. Deutsche Telekom, Tele2, 1&1 und Versatel) durch eine Abmahnung zur Sperrung aufgerufen werden. Die technische Machbarkeit wird allerdings vom bezweifelt: “Eine Filterung funktioniert entweder nicht, oder man macht es richtig. Dann haben wir Zustände wie in China oder Myanmar.” - Frank Rosengart, Sprecher des Chaos Computer Club gegenüber SpOn. Fraglich ist, welche Seite als nächstes gesperrt werden soll.

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Arcor stoppt Zensur

Nachdem Arcor für einige Tage seinen Kunden den Zugriff auf einige Porno-Seiten verwehrte, wurde diese Sperre nach Informationen von SPIEGEL ONLINE wieder aufgehoben. Geht doch!

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